Bauvorhaben Nettomarkt
FDP stellt Dringlichkeitsantrag
„Die Realisierung eines solch kontroversen Vorhabens muss ein solides Fundament haben. Wir nehmen die Einwendungen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger sehr ernst“, begründet Fraktionsvorsitzender Steffen Seinsche den seitens der FDP gestellten Dringlichkeitsantrag. „Die letzte Bürgerversammlung hat gezeigt, dass Anwohner des geplanten Netto-Marktes ihre Interessen nicht hinreichend berücksichtigt sehen. Die Anwohner bezweifeln, dass ein weiterer Lebensmittelversorger in ihrer Nachbarschaft benötigt wird, sehen sich aber durch einen solchen Bau erheblichen Beeinträchtigungen ausgesetzt“ argumentiert Seinsche. „Um eine tragfähige, transparente und bürgernahe Sachentscheidung treffen zu können, muss vorab ermittelt werden, ob tatsächlich ein Bedarf für die Errichtung eines weiteren Lebensmittelmarktes vorliegt“ bekräftigt Carsten Röcken, der für die Liberalen im zuständigen Ausschuss sitzt. „Nur dann kann eine interessengerechte Abwägung der Belange der potentiellen Einkäufer einerseits, und der beeinträchtigten Anwohner andererseits, vorgenommen werden“, so Röcken weiter. „Bislang ist nicht erkennbar, dass sich dieser Frage hinreichend und nachvollziehbar angenommen wurde, ein Bedarf wurde lediglich unterstellt“ merkt die stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Carola Freitag an. Entsprechend will die FDP-Fraktion den lokalen Bedarf und die sich hieraus ableitende Notwendigkeit eines weiteren Lebensmittelversorgers mittels einer Bürgerumfrage erheben. „Wenn sich dann allerdings ergibt, dass tatsächlich ein Bedarf nachgewiesen werden kann, werden wir auch die Belange der Bürger, die diesen Bedarf geltend machen, nicht ignorieren“ fügt Freitag hinzu.
C a r o l a F r e i t a g
Stellv. Ortsverbandsvorsitzende
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